Businessplattform Sachsen

- WERBEN - INFORMIEREN - KUNDEN FINDEN

flickr facebook twitter digg stumbleupon feed

Screen

Profile

Direction

Menu Style

Cpanel
ZIT!Code wurde erstellt von Ziegert IT.

Rat

Artikel bewerten
(0 Bewertungen)
Artikel bewerten
(0 Bewertungen)

Viele Fachleute bemängeln viele Fehler und viele Köche verderben den Brei. Aus diesem Grund möchten wir uns nicht dazu hinreißen lassen, mehrere duzend Beiträge zu vergleichen und den Jungunternehmer bei der Erstellung seines Businessplans komplette zu verwirren. Im Folgenden werde die wesentlichen und gröbsten Fehler aufgezeigt, welche für den Einen oder Anderen mehr oder weniger relevant sind. Ziel soll es lediglich sein, Hinweise und Anregungen zu geben. Es liegt ohnehin im Ermessen des Lesers über die Qualität des Geschäftsplanes zu urteilen.

Fehler Nr. 1: Mangelnde persönliche Qualifikationen

Ein typischer Fehler vieler Existenzgründer. Als Gründer muss man sich mit dem auskennen, was man später verkaufen oder anbieten möchte. Ein Existenzgründer, der sich mit dem Verkauf von Waren hauptberuflich beschäftigen möchte, sollte tunlichst im Handel schon einige Erfahrungen gemacht haben. Ein Gründung im Onlinehandel setzt Grundwissen in den Bereichen Internet und Softwareverständnis voraus. Immer wieder erleben wir, dass Existenzgründer sich mit einem Onlineshop selbständig machen wollen, jedoch keinerlei Interneterfahrungen und technisches Verständnis mitbringen.

Fehler Nr. 2: Mangelndes kaufmännisches Wissen

Ein Gründer sollte auch ein Mindestmaß an kaufmännischem und betriebswirtschaftlichem Wissen vorweisen. Das Argument: „Ich hab doch einen Steuerberater.“ ist hier keine Entschuldigung. Der Existenzgründer muss auch ohne den Steuerberater wissen, wie man eine Rechnung schreiben kann oder Einkaufspreise verhandelt und kalkuliert. Das sind nur drei Beispiele für kaufmännisches Handeln, was stets ohne Steuerberater sitzen muss. Das Fachwissen dieser und anderer Themen erfordert ein gewaltiges Maß an Selbstdisziplin und natürlich an Zeit, was ein junger Unternehmer in der Startphase in den seltensten Fällen hat. Daher gehören derartige kaufmännische Grundlagen zum Grundwissen des Unternehmers und keinesfalls zur Einstiegslektüre der Existenzgründung oder zum schnellen Lernen in einem Existenzgründerseminar.

Fehler Nr. 3: Unschlüssige und widersprüchliche Konzepte

kalulationEbenfalls ein häufiger Fehler von Existenzgründern, welcher spätestens in der Präsentation zu ungewollten Missverständnissen führt. Der Leser oder Zuhörer des Konzeptes erkennt die Widersprüche augenblicklich und stellt Fragen, welche beim Gründer zu verwirrenden und unprofessionellen Antworten führen. Somit wird eine Lawine der Unsicherheit beim Gründer losgetreten, die früher oder später den Jungunternehmer überrollt. Daher das Konzept im Vorfeld auf Widersprüche prüfen und etwaige Antworten auf zu erwartende Fragen überlegen. Fangfragen im Vorfeld analysieren und die Präsentationstechnik üben. Hilfreiche Artikel zum Thema Referate halten oder Wie Sie echt und souverän auftreten sowie Technik zum Deuten der Körpersprache sollten selbstverständlich vor der Präsentation studiert werden.

Fehler Nr. 4: Mangelndes Wissen über Markt und Konkurrenz

Dieses Wissen ist für den Existenzgründer von äußerster Wichtigkeit, denn schließlich kann er nur auf Dauer Produkte oder Leistungen verkaufen, wenn eine Nachfrage nach den Produkten oder Dienstleistungen vorhanden ist. Diese Erkenntnisse können nur entstehen, wenn der Markt studiert wurde, sich der Gründer damit befasst und eine so genannte Marktstudie durch Marktforschung erstellt hat. Was wollen die Menschen? Ist mein Produkt oder meine Dienstleistungen für die Kunden überhaupt preislich tragbar? Diese und andere Fragen müssen im Vorfeld beantwortet werden können, um ein gewisses Gespür für Angebot und Nachfrage zu bekommen und selbstverständlich dem Leser des Businessplans darüber zu informieren. Schließlich möchte der Investor wissen, ob überhaupt eine Nachfrage besteht, um das Produkt oder die Dienstleistungen zu monetarisieren?

Fehler Nr. 4: Der „Es wird schon klappen“ – Fehler

Das ist einer der Fehler, welcher gerade in der Startphase die Sinne benebelt. Das sich in den Kopf gesetzte durchzuführen, ohne auf die Umwelt zu achten, raubt häufig den Blick für das Wesentliche. Der Kunde möchte einen Vorteil aus dem Produkt ziehen. Das eingesetzte Kapital muss also weniger Wert sein als der dafür erhaltene Nutzen, denn sonst würde der Kunde einen preislichen Nachteil aus dem Geschäft erfahren. Um diesem Fehler entgegen zu wirken empfiehlt es sich das so genannte „Worst – case – Szenario“ anzunehmen. Das bedeutet, man geht vom schlimmsten Fall aus und rechnet mit diesen Zahlen oder schildert die daraus resultierenden Ergebnisse. Kommt man selbst in dieser absoluten Ausnahmesituation noch zurecht, bestätigt sich das gute Konzept. Der „Es wird schon klappen“ - Fehler ist sehr heimtückisch und vorwiegend bei Leuten zu finden, die bereits in der Vergangenheit in Führungspositionen zu finden waren oder welchen man verantwortungsvolle Aufgaben anvertraut hatte. Sie strotzen vor Selbstbewusstsein und unterschätzen die Existenzgründung und den Markt. Es hat früher geklappt und wird heute auch klappen. Wozu soll ich mich verrückt machen, mit meiner Praxis und meinen Vorkenntnissen? Unterschätzen Sie den Gegner (die Existenzgründung) nicht, Sie haben vorerst nur diesen einen Versuch und diese Chance.

Fehler Nr. 5: Der Rechtschreib- oder Inhaltsfehler

Ein letzter gravierender Fehler bei der Erstellung eines Konzeptes sind falsche Tatsachen oder falsch geschriebene Firmen- oder Personennamen. Nichts ist schlimmer als bereits auf dem Deckblatt enthaltene Rechtschreibfehler. Der Gutachter bekommt so einen falschen ersten Eindruck von dem vielleicht sehr fundierten und aussagekräftigen Businessplan.

Fehler vermeiden, aber wie?

Sicher gibt es noch weitere Fehler bei der Erstellung und Präsentation eines Businessplans. Es ist daher ratsam sein erstelltes Konzept probehalber zu präsentieren und einem fachkundigen Berater vorzustellen. Somit erhält man bereits vor der eigentlichen Präsentation von einem Fachmann ein reales Feedback über die Qualität seines Businessplans und kann diesen ggf. nochmals verbessern.

Seit dem 28.4.09 können Existenzgründer in Vorbereitung zur Gründung und für ihren Businessplan beim Deutschen Patent- und Markenamt nach ihrer Geschäftsidee recherchieren. Eher gesagt nach dazu bereits angemeldeten Patenten, Marken, Geschmacksmustern oder Gebrauchsmustern. In dieser Datenbank kann jeder nach eingetragenen Schutzrechten suchen. So kann der Existenzgründer eine Kollision mit den Rechten Dritter bereits im Vorfeld vermeiden.

Auch die Überwachnungsrecherche zu bestimmten Themen kann über DPMAkurier erfolgen. Derzeit ist die recherche noch auf Marken und geografische Herkunftsangaben beschränkt, soll aber bis Ende 2009 auf Patente, Gebrauchsmuster und Topografien ausgeweitet werden.

Neuer Dienst unter: http://register.dpma.de/DPMAregister/Uebersicht

Alter Service: https://dpinfo.dpma.de/index.html

Recherche nach Stichwörtern möglich

Super das in der neuen Version (derzeit nur bei der Markenrecherche möglich) nicht nur eine Recherche nach Aktenzeichnen möglich ist. Hier ist auch die Suche nach Stichwörtern oder Schlüsselwörtern geschaffen worden, denn wer kennt schon das Aktenzeichen seines Konkurrenten? Dem Existenzgründer ist doch eher ein Stichwort oder Schlüsselwort zu einem Patent oder Muster bekannt. Er möchte doch lieber alle Patente zum Thema Holz oder Metall oder vielleicht Muster zum Thema Auto. Vielleicht auch Geschmacksmuster zum Stichwort Cola, Getränke oder Limonade sehen.

http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger

Mittwoch, den 04. Mai 2011 um 18:07 Uhr

Unternehmensführung und Management

Autor: Administrator

Management – für viele ein neumodischer, unklarer oder sehr weitläufiger Begriff. Was heißt eigentlich Management? Sie kenne vielleicht die Redewendung „Etwas managen.“ – das Management in einem Unternehmen verhält sich ähnlich. Es soll lenken, ordnen, planen und strukturieren, um so das Unternehmen schnell und sicher zum festgelegten Unternehmensziel zu bringen.

Die Gründerperson oder das Gründungsteam

Ohne Sie würde es künftig dieses neue und junge Unternehmen nicht geben. Aus diesem Grund ist es für den Leser auch wichtig zu erfahren, wer Sie sind und warum Sie dieses Unternehmen gründen möchten. Im Anschluss an den Businessplan wird ein separater Abschnitte mit ihrem Lebenslauf erscheinen. Sie können an dieser Stelle jedoch schon einige Informationen zu Ihrer Person anführen. Dabei sollten Sie auf Ihre Fähigkeiten, Ihre Erfahrung und den bisherigen Praxisbezug Wert legen. Der Leser muss das Gefühl bekommen, dass Sie genau der Richtige für diese Selbständigkeit sind. Ein Anderer könnte es nicht besser machen.

Anteil am Unternehmen oder Firmenbeteiligungen

In diesem Abschnitt können Sie an Ihrem Unternehmen beteiligte Personen oder Firmen kurz vorstellen sowie deren Qualifikationen und Führungsqualitäten beschreiben.

Qualifikationen

Ihre Qualifikationen lassen sich in persönliche Voraussetzungen, fachliche Voraussetzungen und Führungsvoraussetzungen unterteilen. Ihnen sollten einige Punkte hinsichtlich Ihrer persönlichen Voraussetzungen bewusst sein, so bspw. ob Sie gesund und körperliche fit sind, ob Sie zukünftig bereit sind mehr als durchschnittlich viel zu arbeiten, die Bereitschaft auf den Verlust von Urlaub zumindest in der ersten Zeit. Darüber hinaus spielen auch Punkte wie Kritikfähigkeit, Stressbewältigung, Risikoeinschätzung, Überzeugungsfähigkeit und vieles andere mehr eine Rolle. Sie müssen sich im Klaren darüber sein, dass für Sie und Ihrer Familie sich zukünftig einiges ändern wird. Dazu sollten Sie von Ihrer Familie Unterstützung bekommen. Vom Rechnungswesen, über Sekretariatsarbeiten, Kalkulationen, grundlegendem Rechtswissen, Marketing- und Vertriebskenntnisse bis hin zum Improvisationstalent sollten Sie alles in Ihrem Unternehmen selbst können. Sollte Sie die ein oder andere Angelegenheit nicht selbst bewältigen können, so steht es Ihnen frei, einen Mitarbeiter dahingehend zu mobilisieren. Dies wird aber in der Mehrheit der Fällen nicht immer machbar sein, da Ihre Mitarbeiter, sofern Sie anfangs überhaupt welche beschäftigen können, im Rahmen Ihres Unternehmens eigene Aufgabenfelder zu bearbeiten haben. Somit müssen Sie das mangelnde oder fehlende Wissen bei anderen Unternehmen kaufen. Dieser Abschnitt soll Ihnen helfen der Frage nachzugehen, ob Sie grundlegend für eine selbstständige Tätigkeit geschaffen, bereit und im Stande sind.

Historische Beweggründe zur Unternehmensgründung

Sicher wird der eine oder andere Leser fragen, wie es zu dieser Firmengründung gekommen ist, welche Beweggründe damit ein hergingen und wie Sie die einen oder anderen Probleme gelöst haben. In einer kurzen Zusammenfassung können Sie Ihre Gründungsgeschichte an dieser Stelle umschreiben.

Hinsichtlich des Personals sind im Businessplan eine Vielzahl von Kriterien zu beachten. Sollten Sie zukünftig vorerst kein Personal benötigen, so können Sie diesen Abschnitt relativ kurz fassen. Allerdings sollte man zukunftsorientiert die Möglichkeit in Erwägung ziehen, seine Arbeit oder die Expansion des Unternehmens durch zusätzliches Personal zu erleichtern oder voranzutreiben. Für Sie als junger Existenzgründer ist es jedoch von Vorteil, wenn Sie die Arbeiten in Ihrem Unternehmen zunächst selbst erledigen können. So sparen Sie Personalkosten, bürokratischen Aufwand durch die Anmeldung Ihres Personals bei Krankenkassen, Finanzämtern und Berufsgenossenschaften und letztendlich wertvolle Zeit, von der sie als Jungunternehmer anfangs zu wenig haben werden. Das Thema „Personal“ kann sinnvollerweise durch die Unterthemen Personalbedarf, Personalfindung, Personalführung, Aus- und Weiterbildung, Arbeitszeiten oder rechtliche Fragestellungen ergänzt werden. Beachten Sie auch das Thema der Freelancer, also der freien Mitarbeiter, welche flexibel eingesetzt und auf Honorarbasis bezahlt werden können.

Der Begriff Marketing wird häufig mit der Fernseh- oder Radiowerbung in Verbindung gebracht. Zum Marketing gehören allerdings weitaus mehr Fassetten als nur die schlichte Präsentation und Darstellung eines Produktes oder eine Dienstleistung durch bunte Bilder. Häufig wird der Begriff Marketing als die Gestaltung des Absatzbereiches verstanden. So wird die Marketingmaxime an der folgenden Aussage festgemacht: "Versuche nicht zu verkaufen, was bereits produziert wurde, sondern produziere, was sich verkaufen lässt." Zu den Instrumenten des Marketings gehören Produktgestaltung, die Preispolitik, die Werbung und die Absatzmethoden.

Die Preispolitik

Der Preis Ihres Produktes oder Ihre Dienstleistung ist für Ihren zukünftigen Erfolg einer der ausschlaggebenden Kriterien. Beschreiben Sie die Preisfindung und die dazu genutzte Kalkulation. Welcher preisliche Strategie möchten Sie zukünftig verwenden? Legen Sie eher eine Niedrigpreisstrategie zu Grunde oder möchten Sie ein Premiumprodukt anbieten, welches einen sehr viel höheren Preis rechtfertigt als ein gewöhnliches Handelsprodukt. Weiterhin ist die Wettbewerbsfähigkeit ein äußerst wichtiges Kriterium für Ihr Unternehmen, was wiederum durch den Preis bestimmt wird. Eine der wohl wichtigsten Fragestellungen in diesem Zusammenhang ist die Frage nach den preislichen Vorstellungen Ihrer Konkurrenz. Bietet Ihrer Konkurrenz ein ähnliches Produkt zu gleichen Preisen oder ein besseres Produkt zu günstigeren Preisen an, so sollten Sie Ihre Preispolitik gründlichst überdenken, um zukünftige Risiken besser abschätzen und in den Griff zu bekommen.

Die Vertriebspolitik und Absatzmethoden

Durch den Vertrieb bringen Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung an Ihre Kunden. Möchten Sie Ihr Produkt nur im Internet verkaufen oder auch über den Ladentisch oder im Versandhandel? Diese und noch andere Vertriebswege ziehen jeweils verschiedene Strategien, Risiken und Möglichkeiten nach sich. Erläutern Sie die Fragestellungen wie viel Sie in welchem Zeitraum von Ihren Produkten verkaufen möchten.

Die Werbepolitik - Aufmerksamkeit erzeugen

Dieser Teil, die Werbung, ist für viele und gerade für kleine Unternehmen ein wichtiger Bestandteil, Ihre Produkte oder Dienstleistung an Ihre Zielgruppe zu bringen. Dabei ist es von äußerster Wichtigkeit das junge Unternehmen mit seinen neuen Produkten und Dienstleistungen bekannt zu machen, so dass der Kunde bei der nächsten Begegnung mit Ihren Produkten oder Ihrer Werbung sich an Sie und Ihr neues Unternehmen erinnert. Um das zu erreichen, gibt es eine schier unendliche Palette an Möglichkeiten von Werbemitteln und Werbeträgern. Beschreiben Sie in diesem Abschnitt ihres Businessplans die von Ihnen einzusetzenden Möglichkeiten, Ihr Unternehmen und damit auch Ihre Produkte und Dienstleistungen öffentlich und bekannt zu machen, um so nachhaltig den Absatz zu steigern. Zur Verfügung stehen Zeitungswerbung, Flyer, Radiowerbung (die ist oft günstiger als Sie denken) oder der Aufbau eines Handelsvertretervertriebes. Auch im Internet sind vielfältige Werbeformen denkbar und sollten in diesem Abschnitt erläutert und vorgestellt werden.

Mittwoch, den 04. Mai 2011 um 18:04 Uhr

Umsatzprognose und Rentabilitätsvorschau im Businessplan

Autor: Administrator

Nachdem nun der Kapitalbedarfsplan und der Finanzierungsplan als Teil des Finanzplans vorgestellt wurde, verbleibt es nun noch die Umsatzentwicklung sowie die Rentabilitätsvorschau. Im folgenden soll grundlegend geklärt werden, wie Sie bei der Erstellung einer Umsatzprognose vorgeht und wie dieser ermittelt der Umsatz in die Rentabilitätsvorschau einfließt.

Die Umsatzentwicklung oder Umsatzprognose

Die Umsatzentwicklung ist Teil der Rentabilitätsvorschau, welche im nächsten Punkt unter die Lupe genommen wird. Eine Umsatzentwicklung sollte über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren erstellt werden. Wobei das erste Jahr meist nicht aus 12 Monaten besteht, sondern je nach Geschäftseröffnung weniger als 12 Monate umfasst. Die Planung oder Vorschau des zu erwartenden Umsatzes ist nicht unbedingt eine einfache Angelegenheit. Im Zweifelsfall nutzen Sie die Hilfe eines Gründungsberaters. Einfacher wird die Angelegenheit, wenn Sie bereits im Vorfeld Aufträge erhalten haben oder Aufträge von künftigen Auftraggebern mit ziemlicher Sicherheit abschätzen können. Sollten Sie allerdings ohne jegliche Vorahnung an eine derartige Umsatzermittlung herantreten, so arbeiten Sie bitte realistisch und versuchen lieber zaghafter als zu forsch die Umsätze einzuschätzen. So vermeiden Sie eine risikoorientierte Einschätzung hinsichtlich Ihrer zukünftigen Liquidität und Ihres unternehmerischen Erfolges. Allerdings ist es notwendig die Umsätze weitestgehend realistisch zu ermitteln, da eine zu knapp bemessene Umsatzermittlung zu einer zu hohen Fremdkapitalaufnahme führen kann, was wiederum zu überhöhten Zinsbelastungen führt. Berücksichtigen Sie in Ihrer Umsatzberechnung auch die Gewährung von Skonti, Rabatten oder anderen Preisnachlässen. Erläutern Sie einzelne Positionen Ihrer Planung, so dass ein Fachfremder Ihre Berechnungen nachvollziehen kann. Eine einfache und sichere Vorgehensweise ist die der Rückwärtskalkulation. Tragen Sie zunächst in der Rentabilitätsvorschau alle Aufwendungen und Kosten zusammen und ermitteln darauf aufbauend die nötigen Umsätze, um diese Kosten decken zu können. Der so ermittelte Umsatz ist der Minimalumsatz, der also auf jeden Fall monatlich oder jährlich erreicht werden muss. Ist dieser Minimalumsatz bekannt, können Sie auf die notwendigen Stückpreise oder Verkaufsmengen schließen. Diese Verkaufsmengen geben Ihnen Auskunft über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Umsetzung der Geschäftsidee.

Beispiel:

Es wurden mtl. Gesamtkosten von 3.000 EUR ermittelt. Sie müssen also mindestens 3.000 EUR Umsatz pro Monat erzielen, um einen Gewinn von 0 EUR zu erwirtschaften. Gehen Sie von einem Gewinn von mindestens 1.000 EUR aus, da Sie ja auch Geld für die private Lebenshaltung benötigen. Somit müssen schon monatlich 4.000 EUR umgesetzt werden. Bei einem angenommenem Verkaufspreis von 10 EUR je Stück müssten Sie also 400 Stück monatlich verkaufen, was eine tägliche Verkaufsmengen von 16 Stück (400 St / 25 Tage je Monat) entspricht. An dieser Stelle können Sie als Fachmann in Ihrer Branche selbst entscheiden, ob es noch realistisch ist, das Produkt zu verkaufen. Ggf. müssen Sie nun das Konzept neu kalkulieren und überdenken.

Rentabilitätsvorschau

Die Ermittlung Ihrer künftigen Rentabilität durch eine Rentabilitätsvorschau (auch Ertragsvorschau genannt) ist nicht nur für Sie als Unternehmer, sondern auch für Ihre künftigen Investoren, Gläubiger oder Geldgeber von entscheidender Bedeutung. Die Rentabilitätsvorschau können Sie entweder mit einer Software elektronisch, einer Vorlage schriftlich oder mit der Hilfe einer fachkundigen Gründungsberaters erstellen.

Die Ertragsvorschau wird, wie alle anderen finanztechnischen Berechnungen, über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren erstellt. In Ihr stellen Sie die Umsatzerlöse und andere Einnahmen Ihres Unternehmens den Aufwendungen gegenüber. Somit ermitteln Sie das Betriebsergebnis und können Ihren Gläubigern über die entsprechende Berichtsperiode einen solides oder stetiges Wachstum nachweisen. Die Umsatzerlöse resultieren aus obiger Berechnung zur Umsatzentwicklung. Zu den Betriebsausgaben zählen neben Personalkosten, Mieten- und Pachtaufwendungen, den Kreditzinsen auch die Betriebssteuern, Betriebskosten, die Abschreibungen und sonstige Kosten.

Die Betriebskosten werden aus KFZ Kosten, Versicherungen, Raumkosten und sonstige Aufwendungen gebildet. Sonstige Aufwendungen beinhalten Bürobedarf, Literatur, Buchhaltungskosten, Werbekosten, Verpackungskosten, Kosten für Werkzeuge und Kleingeräte, Telefon- und Faxaufwendungen, Internetkosten, Porto, Reinigungskosten und anderes mehr. Weitere Betriebsausgaben können Sie im Lexikon der Betriebsausgaben recherchieren. Nutzen Sie auch unsere Vorlage und unseren Onlinerechner zur Rentabilitätsvorschau!

All die beschriebenen Komponenten bilden in der Summe den Finanzplan Ihres Businessplans, welcher dem Leser einen Einblick über die finanziellen Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmers verschaffen sollen.

Seite 1 von 2
You are here Rat