Business-Plan
Business-Plan (9)
Die 5 häufigsten Fehler bei der Erstellung eines Businessplans
Autor: AdministratorViele Fachleute bemängeln viele Fehler und viele Köche verderben den Brei. Aus diesem Grund möchten wir uns nicht dazu hinreißen lassen, mehrere duzend Beiträge zu vergleichen und den Jungunternehmer bei der Erstellung seines Businessplans komplette zu verwirren. Im Folgenden werde die wesentlichen und gröbsten Fehler aufgezeigt, welche für den Einen oder Anderen mehr oder weniger relevant sind. Ziel soll es lediglich sein, Hinweise und Anregungen zu geben. Es liegt ohnehin im Ermessen des Lesers über die Qualität des Geschäftsplanes zu urteilen.
Fehler Nr. 1: Mangelnde persönliche Qualifikationen
Ein typischer Fehler vieler Existenzgründer. Als Gründer muss man sich mit dem auskennen, was man später verkaufen oder anbieten möchte. Ein Existenzgründer, der sich mit dem Verkauf von Waren hauptberuflich beschäftigen möchte, sollte tunlichst im Handel schon einige Erfahrungen gemacht haben. Ein Gründung im Onlinehandel setzt Grundwissen in den Bereichen Internet und Softwareverständnis voraus. Immer wieder erleben wir, dass Existenzgründer sich mit einem Onlineshop selbständig machen wollen, jedoch keinerlei Interneterfahrungen und technisches Verständnis mitbringen.
Fehler Nr. 2: Mangelndes kaufmännisches Wissen
Ein Gründer sollte auch ein Mindestmaß an kaufmännischem und betriebswirtschaftlichem Wissen vorweisen. Das Argument: „Ich hab doch einen Steuerberater.“ ist hier keine Entschuldigung. Der Existenzgründer muss auch ohne den Steuerberater wissen, wie man eine Rechnung schreiben kann oder Einkaufspreise verhandelt und kalkuliert. Das sind nur drei Beispiele für kaufmännisches Handeln, was stets ohne Steuerberater sitzen muss. Das Fachwissen dieser und anderer Themen erfordert ein gewaltiges Maß an Selbstdisziplin und natürlich an Zeit, was ein junger Unternehmer in der Startphase in den seltensten Fällen hat. Daher gehören derartige kaufmännische Grundlagen zum Grundwissen des Unternehmers und keinesfalls zur Einstiegslektüre der Existenzgründung oder zum schnellen Lernen in einem Existenzgründerseminar.
Fehler Nr. 3: Unschlüssige und widersprüchliche Konzepte
Ebenfalls ein häufiger Fehler von Existenzgründern, welcher spätestens in der Präsentation zu ungewollten Missverständnissen führt. Der Leser oder Zuhörer des Konzeptes erkennt die Widersprüche augenblicklich und stellt Fragen, welche beim Gründer zu verwirrenden und unprofessionellen Antworten führen. Somit wird eine Lawine der Unsicherheit beim Gründer losgetreten, die früher oder später den Jungunternehmer überrollt. Daher das Konzept im Vorfeld auf Widersprüche prüfen und etwaige Antworten auf zu erwartende Fragen überlegen. Fangfragen im Vorfeld analysieren und die Präsentationstechnik üben. Hilfreiche Artikel zum Thema Referate halten oder Wie Sie echt und souverän auftreten sowie Technik zum Deuten der Körpersprache sollten selbstverständlich vor der Präsentation studiert werden.
Fehler Nr. 4: Mangelndes Wissen über Markt und Konkurrenz
Dieses Wissen ist für den Existenzgründer von äußerster Wichtigkeit, denn schließlich kann er nur auf Dauer Produkte oder Leistungen verkaufen, wenn eine Nachfrage nach den Produkten oder Dienstleistungen vorhanden ist. Diese Erkenntnisse können nur entstehen, wenn der Markt studiert wurde, sich der Gründer damit befasst und eine so genannte Marktstudie durch Marktforschung erstellt hat. Was wollen die Menschen? Ist mein Produkt oder meine Dienstleistungen für die Kunden überhaupt preislich tragbar? Diese und andere Fragen müssen im Vorfeld beantwortet werden können, um ein gewisses Gespür für Angebot und Nachfrage zu bekommen und selbstverständlich dem Leser des Businessplans darüber zu informieren. Schließlich möchte der Investor wissen, ob überhaupt eine Nachfrage besteht, um das Produkt oder die Dienstleistungen zu monetarisieren?
Fehler Nr. 4: Der „Es wird schon klappen“ – Fehler
Das ist einer der Fehler, welcher gerade in der Startphase die Sinne benebelt. Das sich in den Kopf gesetzte durchzuführen, ohne auf die Umwelt zu achten, raubt häufig den Blick für das Wesentliche. Der Kunde möchte einen Vorteil aus dem Produkt ziehen. Das eingesetzte Kapital muss also weniger Wert sein als der dafür erhaltene Nutzen, denn sonst würde der Kunde einen preislichen Nachteil aus dem Geschäft erfahren. Um diesem Fehler entgegen zu wirken empfiehlt es sich das so genannte „Worst – case – Szenario“ anzunehmen. Das bedeutet, man geht vom schlimmsten Fall aus und rechnet mit diesen Zahlen oder schildert die daraus resultierenden Ergebnisse. Kommt man selbst in dieser absoluten Ausnahmesituation noch zurecht, bestätigt sich das gute Konzept. Der „Es wird schon klappen“ - Fehler ist sehr heimtückisch und vorwiegend bei Leuten zu finden, die bereits in der Vergangenheit in Führungspositionen zu finden waren oder welchen man verantwortungsvolle Aufgaben anvertraut hatte. Sie strotzen vor Selbstbewusstsein und unterschätzen die Existenzgründung und den Markt. Es hat früher geklappt und wird heute auch klappen. Wozu soll ich mich verrückt machen, mit meiner Praxis und meinen Vorkenntnissen? Unterschätzen Sie den Gegner (die Existenzgründung) nicht, Sie haben vorerst nur diesen einen Versuch und diese Chance.
Fehler Nr. 5: Der Rechtschreib- oder Inhaltsfehler
Ein letzter gravierender Fehler bei der Erstellung eines Konzeptes sind falsche Tatsachen oder falsch geschriebene Firmen- oder Personennamen. Nichts ist schlimmer als bereits auf dem Deckblatt enthaltene Rechtschreibfehler. Der Gutachter bekommt so einen falschen ersten Eindruck von dem vielleicht sehr fundierten und aussagekräftigen Businessplan.
Fehler vermeiden, aber wie?
Sicher gibt es noch weitere Fehler bei der Erstellung und Präsentation eines Businessplans. Es ist daher ratsam sein erstelltes Konzept probehalber zu präsentieren und einem fachkundigen Berater vorzustellen. Somit erhält man bereits vor der eigentlichen Präsentation von einem Fachmann ein reales Feedback über die Qualität seines Businessplans und kann diesen ggf. nochmals verbessern.
Suche nach Patenten, Marken, Gebrauchs- und Geschmacksmustern vor der Existenzgründung
Autor: AdministratorSeit dem 28.4.09 können Existenzgründer in Vorbereitung zur Gründung und für ihren Businessplan beim Deutschen Patent- und Markenamt nach ihrer Geschäftsidee recherchieren. Eher gesagt nach dazu bereits angemeldeten Patenten, Marken, Geschmacksmustern oder Gebrauchsmustern. In dieser Datenbank kann jeder nach eingetragenen Schutzrechten suchen. So kann der Existenzgründer eine Kollision mit den Rechten Dritter bereits im Vorfeld vermeiden.
Auch die Überwachnungsrecherche zu bestimmten Themen kann über DPMAkurier erfolgen. Derzeit ist die recherche noch auf Marken und geografische Herkunftsangaben beschränkt, soll aber bis Ende 2009 auf Patente, Gebrauchsmuster und Topografien ausgeweitet werden.
Neuer Dienst unter: http://register.dpma.de/DPMAregister/Uebersicht
Alter Service: https://dpinfo.dpma.de/index.html
Recherche nach Stichwörtern möglich
Super das in der neuen Version (derzeit nur bei der Markenrecherche möglich) nicht nur eine Recherche nach Aktenzeichnen möglich ist. Hier ist auch die Suche nach Stichwörtern oder Schlüsselwörtern geschaffen worden, denn wer kennt schon das Aktenzeichen seines Konkurrenten? Dem Existenzgründer ist doch eher ein Stichwort oder Schlüsselwort zu einem Patent oder Muster bekannt. Er möchte doch lieber alle Patente zum Thema Holz oder Metall oder vielleicht Muster zum Thema Auto. Vielleicht auch Geschmacksmuster zum Stichwort Cola, Getränke oder Limonade sehen.
Management – für viele ein neumodischer, unklarer oder sehr weitläufiger Begriff. Was heißt eigentlich Management? Sie kenne vielleicht die Redewendung „Etwas managen.“ – das Management in einem Unternehmen verhält sich ähnlich. Es soll lenken, ordnen, planen und strukturieren, um so das Unternehmen schnell und sicher zum festgelegten Unternehmensziel zu bringen.
Die Gründerperson oder das Gründungsteam
Ohne Sie würde es künftig dieses neue und junge Unternehmen nicht geben. Aus diesem Grund ist es für den Leser auch wichtig zu erfahren, wer Sie sind und warum Sie dieses Unternehmen gründen möchten. Im Anschluss an den Businessplan wird ein separater Abschnitte mit ihrem Lebenslauf erscheinen. Sie können an dieser Stelle jedoch schon einige Informationen zu Ihrer Person anführen. Dabei sollten Sie auf Ihre Fähigkeiten, Ihre Erfahrung und den bisherigen Praxisbezug Wert legen. Der Leser muss das Gefühl bekommen, dass Sie genau der Richtige für diese Selbständigkeit sind. Ein Anderer könnte es nicht besser machen.
Anteil am Unternehmen oder Firmenbeteiligungen
In diesem Abschnitt können Sie an Ihrem Unternehmen beteiligte Personen oder Firmen kurz vorstellen sowie deren Qualifikationen und Führungsqualitäten beschreiben.
Qualifikationen
Ihre Qualifikationen lassen sich in persönliche Voraussetzungen, fachliche Voraussetzungen und Führungsvoraussetzungen unterteilen. Ihnen sollten einige Punkte hinsichtlich Ihrer persönlichen Voraussetzungen bewusst sein, so bspw. ob Sie gesund und körperliche fit sind, ob Sie zukünftig bereit sind mehr als durchschnittlich viel zu arbeiten, die Bereitschaft auf den Verlust von Urlaub zumindest in der ersten Zeit. Darüber hinaus spielen auch Punkte wie Kritikfähigkeit, Stressbewältigung, Risikoeinschätzung, Überzeugungsfähigkeit und vieles andere mehr eine Rolle. Sie müssen sich im Klaren darüber sein, dass für Sie und Ihrer Familie sich zukünftig einiges ändern wird. Dazu sollten Sie von Ihrer Familie Unterstützung bekommen. Vom Rechnungswesen, über Sekretariatsarbeiten, Kalkulationen, grundlegendem Rechtswissen, Marketing- und Vertriebskenntnisse bis hin zum Improvisationstalent sollten Sie alles in Ihrem Unternehmen selbst können. Sollte Sie die ein oder andere Angelegenheit nicht selbst bewältigen können, so steht es Ihnen frei, einen Mitarbeiter dahingehend zu mobilisieren. Dies wird aber in der Mehrheit der Fällen nicht immer machbar sein, da Ihre Mitarbeiter, sofern Sie anfangs überhaupt welche beschäftigen können, im Rahmen Ihres Unternehmens eigene Aufgabenfelder zu bearbeiten haben. Somit müssen Sie das mangelnde oder fehlende Wissen bei anderen Unternehmen kaufen. Dieser Abschnitt soll Ihnen helfen der Frage nachzugehen, ob Sie grundlegend für eine selbstständige Tätigkeit geschaffen, bereit und im Stande sind.
Historische Beweggründe zur Unternehmensgründung
Sicher wird der eine oder andere Leser fragen, wie es zu dieser Firmengründung gekommen ist, welche Beweggründe damit ein hergingen und wie Sie die einen oder anderen Probleme gelöst haben. In einer kurzen Zusammenfassung können Sie Ihre Gründungsgeschichte an dieser Stelle umschreiben.
Personal, Personalbedarf, Personalplanung und Weiterbildung
Autor: AdministratorHinsichtlich des Personals sind im Businessplan eine Vielzahl von Kriterien zu beachten. Sollten Sie zukünftig vorerst kein Personal benötigen, so können Sie diesen Abschnitt relativ kurz fassen. Allerdings sollte man zukunftsorientiert die Möglichkeit in Erwägung ziehen, seine Arbeit oder die Expansion des Unternehmens durch zusätzliches Personal zu erleichtern oder voranzutreiben. Für Sie als junger Existenzgründer ist es jedoch von Vorteil, wenn Sie die Arbeiten in Ihrem Unternehmen zunächst selbst erledigen können. So sparen Sie Personalkosten, bürokratischen Aufwand durch die Anmeldung Ihres Personals bei Krankenkassen, Finanzämtern und Berufsgenossenschaften und letztendlich wertvolle Zeit, von der sie als Jungunternehmer anfangs zu wenig haben werden. Das Thema „Personal“ kann sinnvollerweise durch die Unterthemen Personalbedarf, Personalfindung, Personalführung, Aus- und Weiterbildung, Arbeitszeiten oder rechtliche Fragestellungen ergänzt werden. Beachten Sie auch das Thema der Freelancer, also der freien Mitarbeiter, welche flexibel eingesetzt und auf Honorarbasis bezahlt werden können.
Marketing, Preispolitik, Vertriebspolitik und Absatzmethoden im Businessplan
Autor: AdministratorDer Begriff Marketing wird häufig mit der Fernseh- oder Radiowerbung in Verbindung gebracht. Zum Marketing gehören allerdings weitaus mehr Fassetten als nur die schlichte Präsentation und Darstellung eines Produktes oder eine Dienstleistung durch bunte Bilder. Häufig wird der Begriff Marketing als die Gestaltung des Absatzbereiches verstanden. So wird die Marketingmaxime an der folgenden Aussage festgemacht: "Versuche nicht zu verkaufen, was bereits produziert wurde, sondern produziere, was sich verkaufen lässt." Zu den Instrumenten des Marketings gehören Produktgestaltung, die Preispolitik, die Werbung und die Absatzmethoden.
Die Preispolitik
Der Preis Ihres Produktes oder Ihre Dienstleistung ist für Ihren zukünftigen Erfolg einer der ausschlaggebenden Kriterien. Beschreiben Sie die Preisfindung und die dazu genutzte Kalkulation. Welcher preisliche Strategie möchten Sie zukünftig verwenden? Legen Sie eher eine Niedrigpreisstrategie zu Grunde oder möchten Sie ein Premiumprodukt anbieten, welches einen sehr viel höheren Preis rechtfertigt als ein gewöhnliches Handelsprodukt. Weiterhin ist die Wettbewerbsfähigkeit ein äußerst wichtiges Kriterium für Ihr Unternehmen, was wiederum durch den Preis bestimmt wird. Eine der wohl wichtigsten Fragestellungen in diesem Zusammenhang ist die Frage nach den preislichen Vorstellungen Ihrer Konkurrenz. Bietet Ihrer Konkurrenz ein ähnliches Produkt zu gleichen Preisen oder ein besseres Produkt zu günstigeren Preisen an, so sollten Sie Ihre Preispolitik gründlichst überdenken, um zukünftige Risiken besser abschätzen und in den Griff zu bekommen.
Die Vertriebspolitik und Absatzmethoden
Durch den Vertrieb bringen Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung an Ihre Kunden. Möchten Sie Ihr Produkt nur im Internet verkaufen oder auch über den Ladentisch oder im Versandhandel? Diese und noch andere Vertriebswege ziehen jeweils verschiedene Strategien, Risiken und Möglichkeiten nach sich. Erläutern Sie die Fragestellungen wie viel Sie in welchem Zeitraum von Ihren Produkten verkaufen möchten.
Die Werbepolitik - Aufmerksamkeit erzeugen
Dieser Teil, die Werbung, ist für viele und gerade für kleine Unternehmen ein wichtiger Bestandteil, Ihre Produkte oder Dienstleistung an Ihre Zielgruppe zu bringen. Dabei ist es von äußerster Wichtigkeit das junge Unternehmen mit seinen neuen Produkten und Dienstleistungen bekannt zu machen, so dass der Kunde bei der nächsten Begegnung mit Ihren Produkten oder Ihrer Werbung sich an Sie und Ihr neues Unternehmen erinnert. Um das zu erreichen, gibt es eine schier unendliche Palette an Möglichkeiten von Werbemitteln und Werbeträgern. Beschreiben Sie in diesem Abschnitt ihres Businessplans die von Ihnen einzusetzenden Möglichkeiten, Ihr Unternehmen und damit auch Ihre Produkte und Dienstleistungen öffentlich und bekannt zu machen, um so nachhaltig den Absatz zu steigern. Zur Verfügung stehen Zeitungswerbung, Flyer, Radiowerbung (die ist oft günstiger als Sie denken) oder der Aufbau eines Handelsvertretervertriebes. Auch im Internet sind vielfältige Werbeformen denkbar und sollten in diesem Abschnitt erläutert und vorgestellt werden.
Umsatzprognose und Rentabilitätsvorschau im Businessplan
Autor: AdministratorNachdem nun der Kapitalbedarfsplan und der Finanzierungsplan als Teil des Finanzplans vorgestellt wurde, verbleibt es nun noch die Umsatzentwicklung sowie die Rentabilitätsvorschau. Im folgenden soll grundlegend geklärt werden, wie Sie bei der Erstellung einer Umsatzprognose vorgeht und wie dieser ermittelt der Umsatz in die Rentabilitätsvorschau einfließt.
Die Umsatzentwicklung oder Umsatzprognose
Die Umsatzentwicklung ist Teil der Rentabilitätsvorschau, welche im nächsten Punkt unter die Lupe genommen wird. Eine Umsatzentwicklung sollte über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren erstellt werden. Wobei das erste Jahr meist nicht aus 12 Monaten besteht, sondern je nach Geschäftseröffnung weniger als 12 Monate umfasst. Die Planung oder Vorschau des zu erwartenden Umsatzes ist nicht unbedingt eine einfache Angelegenheit. Im Zweifelsfall nutzen Sie die Hilfe eines Gründungsberaters. Einfacher wird die Angelegenheit, wenn Sie bereits im Vorfeld Aufträge erhalten haben oder Aufträge von künftigen Auftraggebern mit ziemlicher Sicherheit abschätzen können. Sollten Sie allerdings ohne jegliche Vorahnung an eine derartige Umsatzermittlung herantreten, so arbeiten Sie bitte realistisch und versuchen lieber zaghafter als zu forsch die Umsätze einzuschätzen. So vermeiden Sie eine risikoorientierte Einschätzung hinsichtlich Ihrer zukünftigen Liquidität und Ihres unternehmerischen Erfolges. Allerdings ist es notwendig die Umsätze weitestgehend realistisch zu ermitteln, da eine zu knapp bemessene Umsatzermittlung zu einer zu hohen Fremdkapitalaufnahme führen kann, was wiederum zu überhöhten Zinsbelastungen führt. Berücksichtigen Sie in Ihrer Umsatzberechnung auch die Gewährung von Skonti, Rabatten oder anderen Preisnachlässen. Erläutern Sie einzelne Positionen Ihrer Planung, so dass ein Fachfremder Ihre Berechnungen nachvollziehen kann. Eine einfache und sichere Vorgehensweise ist die der Rückwärtskalkulation. Tragen Sie zunächst in der Rentabilitätsvorschau alle Aufwendungen und Kosten zusammen und ermitteln darauf aufbauend die nötigen Umsätze, um diese Kosten decken zu können. Der so ermittelte Umsatz ist der Minimalumsatz, der also auf jeden Fall monatlich oder jährlich erreicht werden muss. Ist dieser Minimalumsatz bekannt, können Sie auf die notwendigen Stückpreise oder Verkaufsmengen schließen. Diese Verkaufsmengen geben Ihnen Auskunft über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Umsetzung der Geschäftsidee.
Beispiel:
Es wurden mtl. Gesamtkosten von 3.000 EUR ermittelt. Sie müssen also mindestens 3.000 EUR Umsatz pro Monat erzielen, um einen Gewinn von 0 EUR zu erwirtschaften. Gehen Sie von einem Gewinn von mindestens 1.000 EUR aus, da Sie ja auch Geld für die private Lebenshaltung benötigen. Somit müssen schon monatlich 4.000 EUR umgesetzt werden. Bei einem angenommenem Verkaufspreis von 10 EUR je Stück müssten Sie also 400 Stück monatlich verkaufen, was eine tägliche Verkaufsmengen von 16 Stück (400 St / 25 Tage je Monat) entspricht. An dieser Stelle können Sie als Fachmann in Ihrer Branche selbst entscheiden, ob es noch realistisch ist, das Produkt zu verkaufen. Ggf. müssen Sie nun das Konzept neu kalkulieren und überdenken.
Rentabilitätsvorschau
Die Ermittlung Ihrer künftigen Rentabilität durch eine Rentabilitätsvorschau (auch Ertragsvorschau genannt) ist nicht nur für Sie als Unternehmer, sondern auch für Ihre künftigen Investoren, Gläubiger oder Geldgeber von entscheidender Bedeutung. Die Rentabilitätsvorschau können Sie entweder mit einer Software elektronisch, einer Vorlage schriftlich oder mit der Hilfe einer fachkundigen Gründungsberaters erstellen.
Die Ertragsvorschau wird, wie alle anderen finanztechnischen Berechnungen, über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren erstellt. In Ihr stellen Sie die Umsatzerlöse und andere Einnahmen Ihres Unternehmens den Aufwendungen gegenüber. Somit ermitteln Sie das Betriebsergebnis und können Ihren Gläubigern über die entsprechende Berichtsperiode einen solides oder stetiges Wachstum nachweisen. Die Umsatzerlöse resultieren aus obiger Berechnung zur Umsatzentwicklung. Zu den Betriebsausgaben zählen neben Personalkosten, Mieten- und Pachtaufwendungen, den Kreditzinsen auch die Betriebssteuern, Betriebskosten, die Abschreibungen und sonstige Kosten.
Die Betriebskosten werden aus KFZ Kosten, Versicherungen, Raumkosten und sonstige Aufwendungen gebildet. Sonstige Aufwendungen beinhalten Bürobedarf, Literatur, Buchhaltungskosten, Werbekosten, Verpackungskosten, Kosten für Werkzeuge und Kleingeräte, Telefon- und Faxaufwendungen, Internetkosten, Porto, Reinigungskosten und anderes mehr. Weitere Betriebsausgaben können Sie im Lexikon der Betriebsausgaben recherchieren. Nutzen Sie auch unsere Vorlage und unseren Onlinerechner zur Rentabilitätsvorschau!
All die beschriebenen Komponenten bilden in der Summe den Finanzplan Ihres Businessplans, welcher dem Leser einen Einblick über die finanziellen Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmers verschaffen sollen.
Der seit Dezember 2008 angekündigte Dienst zur internetbasierten Standortanalyse ist nun endlich verfügbar. Nach ca. 8-monatiger Entwicklungszeit können wir Ihnen unseren Service mit den beiden Paketen Plus und Basis ab sofort anbieten. In Zukunft werden wir Ihnen noch weitere Pakete und Ausbaustufen präsentieren können.
Mit dem Produkt Online Standortcheck bietet die gb consite GmbH seit Mai 2009 automatisierte Standortanalysen als Internet Service an und unterstützt damit Einzelhandel, stationäre Dienstleister und Existenzgründer dieser Bereiche bei der Standortsuche, Standortbewertung und Standortentscheidung.
Das Basispaket des Online Standortcheck ist für den Einzelhandel und auch für stationäre Dienstleistungen wie Frisör, Kosmetikstudio oder Solarium, etc. geeignet. Die Kunden erhalten neben der Makroanalyse eine räumlich differenzierte Untersuchung Ihres Einzugsgebietes. Im Rahmen der Wettbewerbsanalyse wird deren Konkurrenz untersucht und die Abruf- bzw. Einkaufswahrscheinlichkeit für deren Standort berechnet. Es werden als Mikroanalyse außerdem die Bereiche mit den meisten potenziellen Kunden ausgewiesen und wichtige Infrastruktureinrichtungen sowie Frequenzbringer in Ihrem unmittelbaren Umfeld dargestellt und aufgelistet. Das Basispaket bildet den größten Teil einer Markt- und Standortanalyse für einen Businessplan ab und hilft den Anwendern außerdem, zusätzliche Kundenpotenziale aufzudecken.
Das Pluspaket des Online Standortcheck mit der zusätzlichen Umsatzprognose für den eigenen Standort und für die Wettbewerber liefert für die o.g. Branchen alle wesentlichen Informationen und Analysen, die die Kunden für die Markt- und Standortanalyse ihres Businessplanes im Rahmen der Existenzgründung eines Einzelhandelsgeschäftes benötigen und liefert gleichzeitig zusätzlich die Grundlagendaten für den Zahlenteil eines Businessplanes.Neben der Anzahl und Verteilung potenzieller Kunden erhalten die Anwender im Pluspaket zusätzlich zum Basispaket eine räumlich differenzierte Modellberechnung des möglichen Umsatzes (Umsatzprognose) für sich und ihre Wettbewerber.
Dadurch wird nicht nur die Frage nach dem "wie viel", sondern auch nach dem genauen "wo" im Einflussbereich beantwortet:
- Wo erreiche ich die meisten Kunden?
- Wo sind vertriebliche Schwachstellen?
- Wo sollte ich meine vertrieblichen Aktivitäten optimieren?
- Wo kann ich die höchsten Umsätze erzielen?
- Wo kann ich Frequenzbringer für eine Optimierung nutzen?
Basis für die Analysen sind neben Branchendaten, zahlreichen Daten des Bundes (Destatis, BBR) die einzelhandelsrelevante und allgemeine Kaufkraft der infas GEOdaten GmbH.
Beide Pakete arbeiten auf wissenschaftlichem Niveau mit den Methoden des modernen Geomarketing und sind online und auf Abruf verfügbar. Der Nutzer selbst gibt seinen Standort, seine Sortimente/Dienstleistungen und seine Wettbewerber an und erhält automatisiert einen umfassenden Standortanalyse-Bericht mit einer räumlich differenzierten Umsatzprognose des Einzugsgebietes sowie mit weiteren Informationen, die für die Standortsuche, Standortbewertung und Standortentscheidung wichtig sind. Beispielberichte liegen zum Download auf der Homepage der gb consite GmbH bereit.
Folgende Faktoren aus Makro- und Mikro-Analyse werden in diesem Ergebnisbericht kartografisch, tabellarisch und textlich berücksichtigt:
- Beschaffungsorientierte Standortfaktoren (z.B. Verkehrsanbindung)
- Absatzorientierte Standortfaktoren (z.B. Umsatzprognose, Kaufkraft, Konkurrenz)
- Arbeitsorientierte Standortfaktoren (z.B. Arbeitsmarktkennzahlen)
- Abgabenorientierte Standortfaktoren (z.B. Gewerbesteuerhebesatz)
- Infrastrukturelle Standortfaktoren (z.B. Bildungseinrichtungen)
Der Kundennutzen besteht im Wesentlichen darin, dass mit dem Online Standortcheck die bisher nur im hochpreisigen B2B Geschäft verfügbaren komplexen Methoden eines ökonomischen Prognosemodells nunmehr auch für Endkunden auf dem Retail-Level zu sehr günstigen Konditionen verfügbar sind.
Dadurch erschließen sich hochwertige Standortanalysen einer breiten Kundengruppe, die nun in der Lage ist, eine Standorteignung vor Investoren, Kreditgebern, etc. fundiert unter Beweis zu stellen.
Möglich werden der günstige Preis und die Umsetzung dieser komplexen Methodik durch den Einsatz modernster und hocheffizienter Web 2.0 Technologien.
Weitere Infos unter http://www.standortanalyse.biz/
Das Inhaltsverzeichnis des Businessplanes
Autor: AdministratorDas Inhaltsverzeichnis eines Businessplanes ist im Wesentlichen immer gleich gestaltet. Man sollte sich im Groben an die folgenden hier in unserer Serie beschriebenen Punkte halten, so kann man nichts vergessen. Arbeiten Sie nachfolgend einen nach dem anderen Punkt ab, so gelangen Sie sicher zum Ziel. Es ist sehr empfehlenswert dem Businessplan ein Inhaltsverzeichnis voran zu stellen. Gerade bei ausführlichen Konzepten verliert der Leser schnell den roten Faden und vergisst, an welcher Stelle er sich überhaupt befindet. Darüber hinaus vermittelt ein gut strukturiertes Inhaltsverzeichnis dem Leser das Gefühl, dass der Autor von dem was er schreibt Ahnung hat. Nur derjenige kann einen langen und umfangreichen Text zu einem bestimmten Thema strukturieren, der auch fachlich in der Materie steckt und somit seine Gedanken einteilen und sortieren kann.
Der Businessplan für Existenzgründer
Ein Businessplan ist die Grundlage für jede Erfolgreiche Existenzgründung. Seinen Inhalt kann man grob in zwei Bereiche einteilen, die wären: Gründungskonzept, Marktanalyse und Finanzplanung. Der Businessplan für Existenzgründer beschreibt das Vorhaben des Gründers sowie den Finanzierungsbedarf, zum Beispiel für Anschaffungen. Neben den finanziellen Aspekten und der Festlegung der Geschäftsziele wird in einem Businessplan auch eine Markt- bzw. Wettbewerbsanalyse durchgeführt. Für die im Businessplan festgelegten Ziele wird ein festgelegter Zeitrahmen bestimmt, in diesem die Ziele umgesetzt werden sollen.
Der Businessplan zur Existenzgründung soll neben der Planungssicherheit auch potentielle Geldgeber vom Konzept der Gründung überzeugen. Er ist die Grundlage für jegliche Förderung von staatlicher oder privater Seite. Der Businessplan soll aber nicht nur für die eigentliche Existenzgründung dienen, sondern stetig für das Unternehmen fortgeschrieben werden. Mit Hilfe des Businessplan kann auch später noch ständig die Weiterentwicklung und der aktuelle Stand des Unternehmen beschrieben werden. Auch für spätere Investoren oder Finanzierungen wird meist ein Businessplan vom Unternehmen gefordert.
1. Das Gründungskonzept
Beschreiben Sie hier Ihre Geschäftsidee: Wem wollen Sie mit Ihrer Gründung welchen Nutzen bringen? Haben Sie einen bestimmten Bedarf festgestellt? An welche Zielgruppe wollen Sie ich richten? Die genaue Beschreibung Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung sowie eine konkrete Zielgruppendefinition enthält das Gründungskonzept.
Zum Gründungskonzept für Existenzgründer
2. Die Marktanalyse
Ohne einen ausrichtend großen Markt können Sie nichts verkaufen. Daher ist es ungemein wichtig, dass im Vorfeld der Gründung eine Markt-, Wettbewerbs- und Standortanalyse gemacht wird. Wo rechnen Sie sich am meisten Umsatz aus? Anwelchem Ort möchten Sie gründen? Würde Ihr Unternehmen überhaupt von den Kunden wahrgenommen. Lesen Sie hier, wie Sie den Markt für sich gegen den Wettbewerb gewinnen können.
Zur Markt-, Wettbewerbs- und Standortanalyse für Existenzgründer
3. Die Finanzplanung
Die dritte Säule Ihres Businessplans für Existenzgründer ist die Finanzplanung. Hier ermitteln Sie Ihren kurz-, mittel- und langfristigen Kapitalbedarf. Mit einem guten Finanzplan können Sie Engpässe im Vorfeld erkennen und beheben sowie Investitionen planen, finanzieren und umsetzen. Ein guter Finanzplan ist zudem sowohl Grundlage als auch Vorrausetzung für einen Existenzgründerkredit.
Zum Finanzplan für Existenzgründer
4. Sonstige Unterlagen
Zu jedem Businessplan gehört ein Lebenslauf. Des weiteren müssen, je nach Branche, folgende Unterlagen ergänzt werden:
- Zeugnisse
- Pacht- oder Mietverträge
- Franchiseverträge
- Gesellschaftsverträge, z.B. der Existenzgründung Gmbh
- Markt- und Standortstudien
- Bilanzen (bei Betriebsübernahmen)
Weitere Ansprechpartner
Neben den Einrichtungen gibt es auch zahlreiche private Anbieter wie zum Beispiel Steuerberater für Existenzgründer oder Unternehmensberater, die entsprechend bei der Existenzgründung bzw. generell bei der Geschäftstätigkeit beraten und bei der Erstelllung und Fortschreibung vom einem Businessplan oder Existenzgründer Steuern helfen.
Zu den Beratungsangeboten für Existenzgründer
Zur Erstellung eines Businessplan bieten verschiedene Einrichtungen wie die Handwerkskammer oder die Industrie- und Handelskammer spezielle Beratungsangebote, Coaching Existenzgründung und spezielle Existenzgründer- Seminare an. Meist ist dieses Angebot gegen eine geringe Gebühr oder kostenlos verfügbar. Unter anderem sind so spezielle Berater bei der Erstellung hilfreich.